Würdigung von Mutter Vinzenz Sultzer am 22. September 2018 in Straßburg

22.09.2018

Mitschwester - Geistliche Mutter - Dienerin:

Sr. Vinzenz Sultzer

Am Samstagmorgen, 22. September 2018, um 04:30 Uhr machten sich einige Schwestern und zwei interessierte Mitarbeiterinnen auf den Weg in Richtung Straßburg und folgten der Einladung zum Symposium anlässlich des 150. Todestages von Sr. Vinzenz Sultzer.

Es war eine große Wiedersehensfreude, als die Gemeinschaften der Föderation, die von Straßburg aus gegründet wurden, um 09:30 Uhr im Konferenzsaal des Krankenhauses St. Barbara eintrafen. Bei einem kurzen Stehkaffee konnte man sich zunächst an großen Schautafeln über das Leben und Wirken von Sr. Vinzenz Sultzer informieren.

„… Sie werden zum Ende der Veranstaltung sicherlich eine neue Freundin haben.“,so endete die Begrüßung von Sr. Blandine, Generaloberin der Straßburger Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul - womit sie Recht behielt. Darauf folgten, unterstützt von Power-Point-Präsentationen, die Vorträge der Archivarinnen. Frau Zellinger-Kratzl aus Augsburg führte uns mit ihrem Vortrag „Kleines Lebensbild einer großen Frau“ in die die Materie ein, Frau Dr. Susanne Kaup aus München zeichnete das Lebensbild „Mutter Vinzenz Sultzer im Spiegel ihrer Korrespondenz“ und Frau Dr. Ruth Kappel aus Untermarchtal erläuterte die „Ausbreitung der Barmherzigen Schwestern im deutschen Sprachraum“. Sr. Veronika Häusler hielt ihren Festvortrag zum Thema „Bleibendes Erbe - Vinzentinische Werte“.  Es waren sehr interessante Vorträge und wir erfuhren auch viel Neues über Sr. Vinzenz Sultzer, der wir es letztendlich zu verdanken haben, dass sich die Barmherzigen Schwestern von Straßburg aus im deutschsprachigen Raum und auch hier in Fulda niedergelassen haben. Ihr Anliegen, das sie besonders auszeichnet, war die geistliche Formung der jungen Schwestern, ihre systematische berufliche Ausbildung und sehr klare Organisationsstrukturen. Hervorzuheben ist, dass Sr. Vinzenz Sultzer annähernd eintausend junge Frauen eingekleidet und sie mit Liebe, Geduld und mütterlicher Fürsorge geleitet und ausgebildet hat.

Die informativen Vorträge wurden musikalisch von den Schwestern aus Untermarchtal begleitet.

Im Anschluss an den Festakt hatten wir ein leckeres Fingerfood-Essen, bei dem auch viel Raum für Begegnungen blieb.

Der Festgottesdienst, zelebriert vom Generalvikar Mgr. Joseph Musser von der Erzdiözese Straßburg, rundete diesen wunderschönen Tag ab. Besonders erwähnenswert ist die musikalische Gestaltung durch die Barmherzigen Schwestern aus Untermarchtal.

Nach dem Gottesdienst erhielt jeder Gast ein Exemplar des eigens für dieses Jubiläum erstellten Lebenswerkes über Vinzenz Sultzer, zusammengetragen von einzelnen Archivarinnen der Föderation.

Bevor wir die Heimreise antraten, ließen wir es uns nicht nehmen, noch einmal das Grab von Sr. Vinzenz Sultzer zu besuchen.

Es war ein wunderschöner Tag mit bleibenden Eindrücken, guten Begegnungen, viel Freude und Dankbarkeit.


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