Werteforum vom 05. bis 07. November 2018 in unserem Mutterhaus

12.11.2018

Die Gemeinschaften der vinzentinischen Föderation aus Frankreich, Deutschland und Österreich beschäftigen sich seit 15 Jahren professionell mit der Etablierung von vinzentinischen Werten in den Einrichtungen. Jährlich findet ein Werteforum in einem der Mutterhäuser bzw. im Haus der Quelle in Saverne statt. Insgesamt waren es 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Generaloberinnen, Geschäftsführer und die Verantwortlichen für die Wertearbeit aus zehn Gemeinschaften (Straßburg, Hildesheim, Paderborn, Fulda, Augsburg, München, Untermarchtal, Wien, Innsbruck, Zams).

Den Nicht-Ordensmitgliedern, die zur Tagung kommen, ist es wichtig, am geistlichen Leben der Schwestern teilzunehmen. Besondere geistliche Höhepunkte waren am Beginn die Vesper am Grab des hl. Bonifatius, die von Sr. Dominika und Paderborner Schwestern gestaltet wurde. Ebenso eindrucksvoll waren für unsere Gäste der 07:00-Uhr-Gottesdienst mit Weihbischof Diez in der Marienkapelle sowie die gestalteten Tagzeitgebete.

Als Moderatorin konnten wir Sr. Veronika Häusler gewinnen. Sie führte am ersten Abend in das Thema ein. Das Thema, das alle Gemeinschaften beschäftigt, war „Christliche Identität in kirchlichen Einrichtungen unter den gegenwärtigen Bedingungen“, zu dem wir einen Theologen der St. Franziskusstiftung aus Münster, Prof. Dr. Fischer, eingeladen hatten. Anhand konkreter Fragestellungen gab es regen Austausch in kleinen Arbeitsgruppen. Der letzte Vormittag stand mit einer Praxiswerkstatt ganz im Zeichen der aktiven Wertearbeit. Zunächst stellte Sr. Dominika Krönung die Struktur der Wertearbeit bei uns in Fulda vor. Daran schloss sich ein Bericht über die praktische Umsetzung der Werte am Beispiel des St. Vinzenz-Krankenhauses in Hanau von Frau Jutta Berg, Pflegedirektorin, an. Sie überzeugte mit vielen praktischen Beispielen, wie sie den jeweiligen Jahreswert im Krankenhaus umsetzt. Dazu legte sie Material, das vertiefend über die dortige Wertearbeit einen Eindruck gab, aus. Die sehr interessierten Teilnehmenden nahmen gern für die eigene Arbeit diese Anregungen mit. Auf großes Interesse stießen auch die Ausführungen zum Wertekonzept der Stiftung von Straßburg durch Herrn Direktor Christophe Matrat. Erklärtes Ziel ist, den Blick auf die Schwächsten der Gesellschaft zu richten und neue Nöte, die heute vielfach unbeachtet bleiben, zu erspüren.

Unsere Gäste fühlten sich im Mutterhaus sehr wohl, sie lobten neben den für die Arbeit wertvollen Inhalte den Rundumservice durch unsere Schwestern und natürlich das sehr leckere Essen unseres Küchenteams.

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