Gründungsfeier der Vinzenz-von-Paul-Stiftung Fulda am 14.09.2018

17.09.2018

Mit dem Dekret des Hl. Stuhls vom 25. Januar 2018 und der Stiftungsurkunde des Landes Hessen vom 9. April 2018 konnte die Vinzenz-von-Paul-Stiftung Fulda kirchlich als eine Stiftung päpstlichen und weltlich als eine solche öffentlichen Rechts errichtet werden. Diese Form ist in Deutschland erstmalig.

Dieses große Ereignis wurde mit der Gründungsfeier am 14. September 2018 im Mutterhaus in Fulda gewürdigt. Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. theol. Karlheinz Diez eröffnete die Feierlichkeiten mit einem Festgottesdienst um 10:00 Uhr in der hauseigenen Kapelle; Konzelebranten waren Prof. Dr. theol. Rüdiger Althaus aus Paderborn und Stadtpfarrer Stefan Buß. Seine Predigtgedanken brachte Herr Weihbischof am Fest Kreuzerhöhung, wunderbar mit dem Anlass der Feier zur Stiftungsgründung in Verbindung: Ausgehend vom Zeichen des Kreuzes, das Anstoß ist, brachte er das Beispiel vom Berliner Fernsehturm, auf dem durch direkte Sonneneinstrahlung auf der Turmkugel ein Lichtkreuz als Reflexion entsteht. Es war für die damalige SED-Führung ein Ärgernis und wurde dann als „Rache des Papstes“ bezeichnet. Weiter führte Weihbischof Diez aus, dass die Gemeinschaft der Vinzentinerinnen an eine Wegkreuzung gekommen sei, wo die Frage stand, wie kann der Weg heute und in die Zukunft weitergehen. Sinngemäß sei es ein langer Weg, ja auch ein Kreuzweg gewesen, aber jetzt sei man dankbar, weil die Stiftung der Gemeinschaft auch eine neue Freiheit schenkt. So dürfen die Schwestern die Erfahrung machen: „Im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Hoffnung.“, so Weihbischof Diez.

Nachdem sich die Gäste im Anschluss mit einem kleinen Imbiss gestärkt hatten, fand um 12:00 Uhr der Festakt im Exerzitiensaal des Hauses statt. Der Projektchor St. Vinzenz, der bereits den Festgottesdienst durch seinen wunderbaren Gesang mitgestaltet hatte, stimmte die Festgemeinschaft mit seinem Vortrag „Freudenklänge, Festgesänge“ auf die Feierlichkeiten ein.

Generaloberin Sr. Birgit Bohn begrüßte die zahlreichen Gäste aus Kirche, Politik, sozialen Einrichtungen und alle, die auf verschiedene Weise mit den Schwestern verbunden sind. Sie gab ihrer Freude Ausdruck, dass ein langer, steiniger Weg zu einem guten Ende gekommen sei. Sie dankte für die vielfältige, segensreiche  Unterstützung, ganz besonders Herrn Professor Althaus, der in seinem Festvortrag auf die weitreichenden geschichtlichen Hintergründe einging. 

Während des Festaktes wurde bewusst auf eine ausführliche geschichtliche Darstellung der fast 185-jährigen Historie verzichtet und stattdessen jedem Gast eine kleine Festschrift mit den wichtigsten Daten und Informationen überreicht.

Mit den Grußworten von Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel, Diözesanadministrator Prof. Dr. theol. Karlheinz Diez, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Wirtschaftsprüfer Steuerberater Dr. Rüdiger Fuchs und dem Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt wurde das segensreiche Wirken der Barmherzigen Schwestern gewürdigt mit dem Dank für die geleistete Arbeit zum Wohle der Menschen in der Region in und um Fulda. Gleichzeitig überbrachten alle die besten Wünsche für die Zukunft der Stiftung und auch der Ordensgemeinschaft.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt neben dem Projektchor St. Vinzenz auch  von Herrn Michael Junk am Klavier und Schwester Dominika Krönung an der Panflöte. Am Ende der Veranstaltung konnte jeder Gast Zitate-Kärtchen der Ordenspatrone, des hl. Vinzenz von Paul und der hl. Luise von Marillac mitnehmen.

Bei einem anschließenden Sektempfang und einem wunderbar gestalteten Buffet war ausreichend Gelegenheit zu Begegnung und Austausch.

Die Vinzentinerinnen und die anwesenden Mitarbeitenden aus den Einrichtungen waren sich einig, es war ein sehr gelungener Tag.


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