Den Plan Gottes erkennen und ihn zu erfüllen suchen

11.05.2018

Feier der Ersten Profess im Mutterhaus

Der 01. Mai war für die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul im Mutterhaus in Fulda ein besonderer Festtag. Novizin Sr. Marita Dücker legte ihre Erste Profess ab.

Im Kloster auf Zeit und in der ordensinternen Ausbildung, die Postulat und Noviziat genannt wird, hat sich Sr. Marita auf diesen Tag vorbereitet. Die Erfahrungen auf diesem Weg haben sie offensichtlich angesprochen und nicht mehr losgelassen.

In der Ersten Profess gab sie nun Antwort auf den Anruf Gottes und sagte „Ich bin bereit!“ Bereit, in der Gemeinschaft mit den Mitschwestern Gott im Notleidenden zu entdecken und ihm zu dienen. Bereit, zu einem Leben in Ehelosigkeit um des Gottesreiches willen, zur Armut, wie sie das Evangelium versteht und zum Gehorsam.

Familie, Verwandte, Freunde, ehemalige Arbeitskollegen, Mitarbeiter und Mitschwestern aus der eigenen Gemeinschaft aber auch aus anderen Vinzentinischen Kongregationen in Deutschland und Österreich waren in der Kapelle des Mutterhauses versammelt.

Dem feierlichen Gottesdienst stand Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez vor. Als Konzelebranten waren Ordensreferent Dr. Wolfgang Hartmann und der Heimatpfarrer von Sr. Marita, Dechant Markus Blümel aus Eiterfeld mit am Altar. Weihbischof Diez ging in seiner Predigt auf das Evangelium ein. Sehr persönlich verband er den Weg Sr. Maritas und den Tag der Ersten Profess mit dem Bleiben am wahren Weinstock, der Jesus Christus selber ist. „Wer in ihm bleibt, wer mit dem Herrn tief verbunden ist, der bringt reiche Frucht, dessen Leben gelingt“, so der Weihbischof. An alle gerichtet, führte er aus: „Frucht bringen, ist das, was Gott aus einem Menschen macht, der sich ihm ganz und gar anvertraut. Er vertraut und baut darauf, dass Gott ihn nach seinen Vorstellungen formen wird und er so zu seiner eigentlichen Bestimmung gelangt. Gott hat für jeden Menschen einen Plan, jeder Mensch ist berufen, nach seinem Können fruchtbar zu werden für das Reich Gottes. Gott zeigt sich! Seid offen für seine Zeichen! Entdeckt die Spur Gottes in Eurem Leben! Lasst euch mit Vertrauen ein auf Gott! Ja, Gott hinterlässt bei jedem Menschen seine Spuren; leise, zaghaft, behutsam, aber doch deutlich genug, um IHN zu erkennen“.

Der danach folgende Ritus der Professfeier war auch in seiner reichen Symbolik für alle ergreifend. Ganz deutlich wurde dabei: Berufung ist Gnade und geht von Gott aus. Sr. Marita kann Antwort geben, weil sie sich von Gott geliebt weiß und diese Liebe erwidern möchte.

Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen viele Gäste die Möglichkeit zur Gratulation und zur Begegnung im Foyer und die Einladung zu dem sich anschließenden gemeinsamen Mittagessen wahr.

Mit einer reichen Kaffeetafel und einem marianischen Vespergebet, dem Herr Superior Dr. Kurzschenkel vorstand, endete der festliche Tag.

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