Vinzentinische Familie - gestern - heute und morgen...

08.04.2018

 

Zur MEGVIS-Tagung 2018, die vom 3. bis 6. April stattfand, war die vinzentinische Familie sehr international vertreten. Viele Schwestern aus der Föderation waren gekommen, dazu viele Vinzentiner-Patres aus Deutschland, Österreich, Slowakei und sogar aus den USA! sowie 2 junge Leute aus Slowenien, die der vinzentinischen Laienbewegung angehören und auch eine Gruppe der vinzentischen Laienmissionare (MISEVI) aus Spanien bzw. Deutschland. MISEVI ist das jüngste Mitglied der vinzentinischen Familie. Die Gruppe begann am Dienstagabend mit ihrem Vortrag, sodass der gewohnte Kennlern-Abend ausfiel. Der Leiter von MISEVI kam eigens aus Spanien angereist, um uns von der ehrenamtlichen Arbeit der Laien in Spanien und in Deutschland zu berichten und mit welcher Begeisterung diese Menschen im Geist des hl. Vinzenz agieren.

 

Dr. Daniel Steinke, Historiker aus Münster, gab uns einen neuen Blick auf die Person von Vinzenz. Das Bild was heute zumeist kursiert, beruht auf einer Auftragsbiographie, die kurz nach Vinzenz‘ Tod entstanden ist. Ein glattes, linienklares, heiligmäßiges Leben wird präsentiert. Doch was sagen die Quellen, die zu Lebzeiten von Vinzenz geschrieben wurden? Sie zeigen einen sinnsuchenden Mensch, der durch viele Menschen um sich herum seinen Lebenssinn gefunden hat und es verstanden hat, großartige Netzwerke zu bauen.

 

P. Robert Maloney CM, der ehemalige Generalsuperior der Vinzentiner, stellte in seinem Vortrag dar, wie zielstrebig die vinzentinische Familie seit Jahrzehnten versucht, immer besser zusammenzuwachsen. Zum einen ist es wichtig zu erfahren, wie groß die vinzentinische Familie wirklich ist und zum anderen müssen wir uns vernetzen, um effektiver Armut bekämpfen zu können. Daran anschließend berichtete P. Agostino, ein italienischer Vinzentiner aus den USA, von den 5 Kommissionen in Philadelphia (USA), die versuchen, auf internationaler Ebene mit allen vinzentinsichen Zweigen zusammen zu arbeiten. Auch berichtete er vom Symposion in Rom im Oktober 2017, wo sich 11.000 Mitglieder der vinzentinischen Familie aus über 90 Ländern trafen.

 

Sr. Anna Luisa von Untermarchtal sprach über Migrationsbewegungen in Afrika. Drei angehende Vinzentiner-Patres, die von 3 verschiedenen Kontinenten stammen, haben von ihrer gemeinsamen Noviziatszeit in den USA berichtet, wie sie gemeinsam mit ihren verschiedenen Kulturen umgegangen sind und wie sie in Sozialprojekten Armut erlebt und in den leidenden Menschen das Angesicht Jesu entdeckt haben.

 

In den Pausen, während den Mahlzeiten und an den Abenden haben sich alle Teilnehmer lebendig miteinander unterhalten und gemeinsam morgens und abends mit den Untermarchtaler Mutterhausschwestern unseren Herrn in der Hl. Messe und in den Stundengebeten gedankt und gelobt.

 

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