Starke Frauen in Waldeck-Frankenberg

25.10.2019

Schwester Hilda Nau - die gute Seele des St. Elisabeth-Krankenhauses in Volkmarsen

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland haben sich auf Initiative des Frauenbüros des Landkreises fünf Museen aus Waldeck Frankenberg zu einem Gemeinschaftsprojekt „Wanderausstellung - Starke Frauen in Waldeck-Frankenberg“ zusammengefunden, um die besondere Leistungen von Frauen zu würdigen, die in dieser Region geboren wurden oder dort gelebt haben.

Als diese Wanderausstellung über „Starke Frauen in Waldeck-Frankenberg“ geplant wurde, kam unsere Mitarbeiterin Christel Keim aus dem St. Elisabeth-Krankenhaus in Volkmarsen die Idee, eine unserer Volkmarser Schwestern - stellvertretend für die vielen Schwestern, die dort als starke Frauen wirkten - in der Ausstellung zu porträtieren. Wenn Christel Keim von den Schwestern spricht, leuchten ihre Augen und viele Erinnerungen werden wach. Schon als Mädchen ging sie zum  Sonntagsdienst ins Krankenhaus. Nach der Ausbildung blieb sie der Einrichtung treu und unterstützte die Schwestern, besonders auch in den letzten Jahren sehr liebevoll. Sie trug ihr Anliegen im Mutterhaus vor und als sie von Sr. Birgit und von der Ausstellungsleitung eine positive Rückmeldung hatte, machte sie sich an die Arbeit. Im Text, der die Ausstellung begleitet steht unter anderem: Wie alle am St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen tätigen Ordensschwestern wohnte Schwester Hilda im Krankenhaus und war im Bedarfsfall rund um die Uhr und 7 Tage die Woche stets für die Menschen da, die Sie brauchten. Sie spendete Beistand, Wärme und Menschlichkeit und verkörperte den Leitsatz „Liebe sei Tat“. Die Kraft für ihre verantwortungsvollen Aufgaben schöpfte sie aus Ihrem Glauben. Trotz ihrer sehr bescheidenen Art war Sie eine starke Frau. Eine Frau, für die gilt, was Paulus in 2 Kor, 12 sagt „…wenn ich schwach bin, bin ich stark“.

Der Verein „Rückblende gegen das Vergessen e.V.“ unterstützte die Ausstellung mit der Bereitstellung der Räume im Gustav-Hüneberg-Haus in Volkmarsen, in dem die Ausstellung am 25. Oktober 2019 eröffnet wurde. Zur Eröffnung waren ca. 45 Personen gekommen, unter ihnen auch Geschäftsführer Michael Schmidt. Auch Sr. Dominika, die Frau Keim bei den Vorbereitungen unterstützt hatte, nahm an der Eröffnung teil und betonte in ihrer Ansprache, dass wir Schwestern Frau Keim für ihr Engagement danken und dass ihr Beispiel zeige: Auch wenn wir als Schwesterngemeinschaft das Krankenhaus St. Elisabeth in Volkmarsen verlassen haben, wird doch Wesentliches durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier weitergelebt: Unsere Werte, die Grundhaltungen, Ziele und Visionen.

 

 

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