72-Stunden-Aktion: Garten an der Blumenmauer wird zum Park

16.06.2013

Nachdem Kaplan Manuel Peters bei Sr. M. Rosalia nachgefragt hatte, ob sie sich das Projekt „Öffentlicher Garten an der Blumenmauer“ vorstellen kann und nachdem diesem Projekt per Ratsbeschluss zugestimmt wurde, konnte das Projekt bei der 72-Stunden-Aktion angemeldet werden. Unsere ca. 7000 Quadratmeter große Wiese an der Blumenmauer in Petersberg ist jetzt ein öffentlich zugänglicher Park. Die Pfarrjugend aus St. Peter und St. Paulus hat dafür 72 Stunden lang Schwerstarbeit geleistet – Muskelkater inklusive. Was die 50 Petersberger Jugendlichen bei der 72-Stunden-Aktion geschafft haben, hätte wohl auch eine Gartenbaufirma nicht besser umsetzen können: Die 13- bis 21-Jährigen haben eine Obstbaumwiese, die den Vinzentinerinnen vom heiligen Vinzenz von Paul gehört, in eine öffentliche Parkanlage umgewandelt. Dabei hat das Team inweniger als drei Tagen auf dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück an der Blumenmauer 90 Tonnen Mutterboden ausgehoben, um einen Rundweg anzulegen, 70 Tonnen Schotter ausgebracht, um den Pfad zu befestigen, und 20 Tonnen Odenwälder Felsenkies verteilt, damit der Weg auch hübsch aussieht und sich bequem laufen lässt.Der 16-jährige Thomas Brodkorb, der die Pfarrjugend St. Peter leitet, hat die Projektkoordination übernommen und erzählte so abgeklärt und fachmännisch von den Arbeiten, als wäre es sein Beruf, öffentliche Parks anzulegen: "Wir mussten erst
einmal teilweise 200 Kilogramm schwere Sandsteinblöcke vom Grundstück entfernen. Die haben uns allen ganz schön Muskelkater beschert." Am Freitag waren die 50 Ehrenamtlichen sogar bis nach Mitternacht in Aktion. Die Freiwillige Feuerwehr rückte eigens an, um den Schaffern mit Flutlicht den Arbeitsplatz zu erhellen. Auch sonst
waren die Jugendlichen überwältigt von der Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen: Petersberger Restaurants versorgten die Gruppe mit Essen und Trinken, Firmen und Verwandte spendeten Material und Geld, kamen mit Baggern, Radlader und Traktoren zur Hilfe. Eine schöne Begebenheit schilderte Andre Hasenauer (20), der
für das Anlegen mehrerer Blumenbeete auf dem Areal zuständig war: "Eine ältere Frau aus der Nachbarschaft hat uns erlaubt, alle Pflanzen aus ihrem Garten auszugraben, weil sie sowieso bald wegzieht. Das Angebot haben wir natürlich gerne angenommen." Und wenn die Unterstützung nicht von selbst kam, scheuten die Petersberger auch
nicht davor zurück, danach zu fragen. Zum Beispiel entdeckten ein paar Jugendliche eine kleine Mariengrotte, als sie Büsche zurückstutzten. Über das Internet setzten sie einen Hilferuf ab und riefen dazu auf, ihnen eine wetterfeste maximal 50 Zentimeter große Madonnenstatue zur Verfügung zu stellen. Zwar bekamen sie eine Leihgabe für das gestrige Einweihungsfest. Doch eine Muttergottes, die künftig ihren festen Platz
im Park an der Blumenmauer hat, konnten die Jugendlichen nicht auftreiben. Dass das nicht geklappt hat, schmälert den Erfolg der Petersberger Pfarrjugend keinesfalls: "Wir können stolz sein auf das, was wir geschafft haben", sagte Thomas Brodkorb. Das bestätigten die vielen lobenden Worte beim Einweihungsfest.

Anmerkung:
IInzwischen hat Frau Dehler (Cousine von Sr. M. Matthia) eine Marienstatue für die Grotte im Garten gestiftet.

Text: Pfarrnachrichten St. Peter
Fotos: Sr. Maria

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