Einweihung des Hedwigstiftes zu Fulda durch Bischof Algermissen

01.01.2008

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HORAS - Nach etwa 2 Jahren Bauzeit konnte nun der Neubau des Hedwigstifts in Fulda-Horas durch Bischof Heinz Josef Algermissen eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Zahlreiche geladene Gäste wohnten der Altarweihe, der Segnung der Kapelle und des Neubaus bei.

Bischof Algermissen ging in seiner Predigt auf die Bedeutung des Altars ein. „Dieser Altar ist der Thron, den Christus hier aufgeschlagen hat, um von hier seine Gaben in übergroßer Fülle auszuteilen." Der Altar sei ein Ort der tiefsten Ehrfurcht, so Bischof Algermissen. Er wünschte den Vinzentinerinnen, dass der Altar für sie „so etwas wie ein geistiger Fels" werde.

Zum anschließenden Empfang hatte Generaloberin Sr. Brunhilde Wehner die Gäste begrüßt und darauf hingewiesen, dass die Entscheidung des Generalkapitels in 2002 für den Neubau in Horas keine leichte Entscheidung gewesen sei. „Das neue alte Hedwigstift trägt aber eine Botschaft in sich. Hier sollen Menschen Gott zugewandt ihren Lebensabend verbringen können", so die Generaloberin.

Oberbürgermeister Gerhard Möller überbrachte die Glückwünsche der Stadt Fulda und gestand ein, dass auch er anfängliche Zweifel an der Umsetzung des Neubaus gehabt habe. „Aber ich darf sagen, dass sich die sorgenvollen Blicke mittlerweile verflüchtigt haben," so der OB. Auch der 1. Kreisbeigeordnete Heiko Wingenfeld sprach ein Grußwort. Er würdigte die Arbeit der Vinzentinerinnen und sagte: „Hier finden Menschen ein Zuhause, die ihr ganzes Leben in den Dienst anderer Menschen gestellt haben."

Zuvor hatten die Architekten Eckehart Müller und Alfred v. Soden an Generaloberin Sr. Brunhilde den Schlüssel für den Neubau überreicht, der im nächsten Jahr durch den in den nächsten Monaten zu sanierenden Altbau ergänzt wird. Das Hedwigstift wird dann 53 Einzelzimmer, davon einige Appartements im Altbau, vorhalten.

Die Oberin des Heims, Sr. M. Inviolata Bickert, dankte allen, die dafür verantwortlich waren, „dass dieser Bau gelingen konnte." Besondern Dank sprach sie dabei dem Hausmeisterteam des Mutterhauses aus. „Dass uns das neue Hedwigstift allmählich zur Heimat wird, dafür legen wir uns nun in Gottes Hand", so Sr. M. Inviolata am Ende des Festaktes.

Eine „technische Besonderheit" des Gebäudes ist laut Erich Schwarz, Leiter des Bau- und Liegenschaftsreferats im Mutterhaus, eine Erdwärmeanlage (Geothermieanlage), die zu einem nicht unerheblichen Teil das Gebäude mit Heizenergie versorgt. Mit Hilfe von elf ca. 100 m tiefen Erdbohrungen, die sich innerhalb der Projektionsfläche des Gartens befinden, wird über eine Wärmepumpe rund ein Drittel des Heizenergiebedarfes des Gesamtprojektes gewonnen. Im Sommer ermögliche diese Technik in der Umkehrfunktion (natural cooling) die Kühlung der entsprechenden Räumlichkeiten, so Schwarz.

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